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Die Dillinger FDP und der Aussichtspunkt Ehrenmal auf dem Heiligenberg PDF Drucken
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Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, 17. Dezember 2009 um 10:29 Uhr
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Die Dillinger FDP und der Aussichtspunkt Ehrenmal auf dem Heiligenberg
Ehrenmal 2. Teil
Ehrenmal 3. Teil
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Vierzehn Jahre Bemühungen um eine Wiederherstellung der Sicht auf Dillingen, Pachten und die Siersburg

„Ein sehr schöner Punkt in Dillingen ist der Heiligenberg. Niergendwo stellt sich dem Blicke das Tal der Saar und der Prims so schön dar wie hier. Man sieht von dieser kleinen Anhöhe zwanzig Ortschaften und die Saar zeigt sich achtmal.“ Dies schreibt im Jahre 1850 Pfarrer Philipp Schmitt, der Mann, der durch die Errichtung des Hochkreuzes im Jahre 1833 aus dem Galgenberg den Heiligenberg machte. Dieser unverdächtige Zeuge empfahl den freien Blick, der auf den ersten Fotografien dieses Punktes, fünfundsiebzig Jahre später, 1930, sich immer noch genau so darstellte: Eine Sicht von 240 Grad von Südosten bis nach Nordwesten bot sich dem Betrachter, der Wald begann östlich der heutigen Umfriedung gegen den jetzigen Standort des Hochkreuzes hin. Kleinere Bäume standen so weit unten am Hang, dass der Blick auf den Schäferweg, die heutige Werderstraße, nicht gehindert wurde.
Der ursprüngliche Galgenberg muss unbewaldet gewesen sein, denn der Blick auf den Galgen musste zur Abschreckung natürlich frei sein. Bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war die von Schmitt dann Heiligenberg getaufte Anhöhe ein sogenannter Weideberg, nur mit Wiesen und allenfalls Büschen bestanden.

 Dillingen um 1930 vom Heiligenberg aus betrachtet


 
Als der Grundstein zum Ehrenmal, das die Dillinger schon seit 1866 hatten errichten wollen, 1934 gelegt wurde, errichtete man den Bau auf einem nach drei Seiten der Sicht zugänglichen Hügel, wie Aufnahmen von 1930 beweisen. Der Punkt war von diesem Zeitpunkt an durch eine Umfassungsmauer eingefriedet, wie Aufnahmen nach der Fertigstellung 1935 zeigen, von der aus Dillinger ihren Kindern, Freunden und Besuchern aus nah und fern Hütte, Stadt und Limberg samt Hoesberg und Siersburg zeigen konnten.

 

 

   ...und ein Blick von Dillingen aus auf den Heiligenberg zum gleichen Zeitpunkt


Erst 1937 begann zaghaft der Bau des Westwalls, mit aller Macht dann 1938. Der Artilleriebeobachtungsstand S 109, der Bunker b 120, dem Ehrenmal nur wenige Meter südwestlich vorgelagert, konnte diese freie Sicht nutzen, keineswegs musste sie für ihn erst geschaffen werden,
Das Ehrenmal wurde keine zehn Jahre alt, Ende 1944 erhielt es während der Westwallkämpfe einen schweren Artillerietreffer von der Feindseite, von Westen her, nur noch das auf der Freundseite, also östliche Portal stand aufrecht. 1957 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen, 1958 wurde das Mal wiedereingeweiht. Es sollte „weit über die Nied hinaus auch das ganze französische Nachbarvolk“ grüßen, wie der damalige Kultusminister und nachmalige Ministerpräsident Röder wünschte. – Zwanzig Jahre lang war das möglich, auch die Aussicht auf Stadt und Landschaft ungehindert, danach wuchs der Wald dem Aussichtspunkt über den Kopf, vom Ehrenmal sah man 1995 von der Stadt aus nur noch die obere Mauerkrone.


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Zuletzt aktualisiert am Montag, 21. Dezember 2009 um 16:13 Uhr
 
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