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FDP Dillingen zur Pflasterung der Stummstraße PDF Drucken
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FDP Dillingen zur Pflasterung der Stummstraße 

Schreiben an die Stadtverwaltung

Vor drei Jahren noch undenkbar, aber Dillingen hat  dank höherer Gewerbesteuereinnahmen wieder Geld im Haushalt. Für die Neugestaltung der Stummstraße hat die Verwaltung in den laufenden Haushalt bereits einen Betrag eingestellt. Die Dillinger FDP hat sich mit Vorschlägen hierzu zu Wort gemeldet. 

Anregungen zur Planung

Die Vorschläge an Bürgermeister Franz-Josef Berg betreffen die Punkt Schönheit der Straße, die Frage, ob der Querschnitt wie bisher eine Wanne oder wieder ein Gewölbe werden soll, die Barrierefreiheit für Behinderte, die Fehler der gegenwärtigen Möblierung und schließlich die Warnung vor Fehlern bei der Neugestaltung statt einer Rückbesinnung auf Altbewährtes.

Schönheit der Straße

Die Schönheit der alten Stummstraße, vor ihrer Umwandlung in ein erweitertes Umfeld des Brunnens am Odilienplatz,  beruhte auf der mit einem Blick erkennbaren
Gliederung: Bürgersteige fassten zu beiden Seiten die Häuserfronten ein, Rinnsteine trennten die Bürgersteige von der leicht gewölbten Fahrbahn, so dass Regenwasser zu ihren Rändern hin abgeleitet wurde. Das Natursteinpflaster bestand aus quer zum Straßenverlauf verlegten Basaltsteinen. Das war schlicht und einfach, in sich stimmig, einer Stadt wie Dillingen angemessen.

Gewölbe oder Wanne

Demgegenüber hat die heutige Oberflächengestaltung einen unbestreitbaren Vorteil: ihre vollkommen glatte Oberfläche bei einer leichten Vertiefung zur Straßenmitte hin, ermöglicht es jedem Fußgänger, aber auch jedem Rollstuhlfahrer sich zu bewegen, ohne im mindesten irgendwo anzustoßen. Dies muss selbstverständlich auch bei einem Rückgriff auf das alte Vorbild so bleiben. Bordsteinkante und erhöhter Bürgersteig  sind für eine Fußgängerzone nicht zu verantworten.

Der Nachteil der gegenwärtigen Gestaltung liegt in ihrer optischen Unklarheit. Die Funktion des einmal mehr links, einmal mehr rechts in der Straße verlaufenden  Rinnsteins ist klar: er leitet das Oberflächenwasser ab, ermöglicht ungehindertes Gehen und Fahren. Als Straße wird das Ganze nicht mehr erlebt, eher als leeres Bachbett mit gemauerten Uferrändern.

Barrierefreiheit

Wie lassen sich die Vorteile beider Gestaltungen, das ästhetisch Ansprechende der alten wie die Barrierefreiheit der gegenwärtigen Lösung miteinander verbinden?  Die Frage ist in vielen Kernstädten, die sich in  den letzten Jahren auf ihr altes Gesicht besannen, gelöst worden. Das aus Naturstein gesetzte Gewölbe einer Innenstadtstraße mit kleinteiligem Pflaster zu beiden Seiten sowie ganz flach ausgeführten Rinnen nimmt den alten Straßenquerschnitt  wieder auf und gibt durch geringfügigen Größenunterschied der Steine das Bild einer echten Straße. Der Verzicht auf grobe Buckelsteine und breite Fugen lässt für Alte und Behinderte keine Barrieren entstehen.

Überflüssige Möblierung

Die allzu große Glätte der bisherigen Kunststeinpflasterung wurde von den Stadtplanern der späten Sechziger von Anfang an als Mangel empfunden und durch Möblierung,  ein  Lieblingsbegriff der damaligen Architektenideologie,  aufgelockert. So wurden eine Menge optische Aufrauher, die eigentlich auf einer Straße nichts zu suchen  haben, auf die Fläche gestellt: Bäume in grauen Kübeln, Bänke aus knatschbuntem Kunststoff, Kinderwippen, früher oder später vom Zulieferverkehr angefahrene Laternen auf die diagonal über die Straße gespannten Kunststeinplatten.

Obwohl die schlimmsten Hindernisse mittlerweile entfernt wurden, bleiben immer noch genug fest im Boden verankerte Aufrauher stehen,  es wurden sogar neue Bäume gepflanzt, diesmal tief ins Erdreich.

Warnung vor Schnickschnack

Die Neupflasterung der Straße böte die Chance, alles, was dem Eindruck einer „schönen Straße“ entgegensteht, ein für allemal zu entfernen. Die FDP warnt davor, doch wieder allerhand Neckisches und Putziges in den Straßenraum zu stellen, nicht genau dasselbe wie bisher, dafür halt etwas Neues. Insbesondere ist hierbei darauf hinzuweisen, dass Bäume eben nicht in vergleichsweise enge, beidseits bebaute Innenstadtstraßen gehören.

Positive Auswirkungen

Die Wirkung einer schönen Hauptgeschäftsstraße als Fußgängerzone ist gar nicht groß genug zu veranschlagen. Publikum und im Wechsel damit anspruchsvolle Geschäfte, Cafés und Bistros werden auch wieder zu einer Belebung im Herzen Dillingens führen, sagt die FDP.

           

 
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